Eine plötzliche Erkrankung, ein Unfall in der Familie – und die lang geplante Reise platzt. Ohne Absicherung bleiben Sie oft auf den vollen Stornokosten sitzen. Eine Reiserücktrittsversicherung kann davor schützen. Doch sie lohnt sich nicht für jeden. Wir zeigen, wann sie sinnvoll ist und worauf Sie achten sollten.
Was die Versicherung leistet
Die Reiserücktrittsversicherung übernimmt die Stornokosten, wenn Sie eine Reise aus einem versicherten Grund nicht antreten können – etwa wegen schwerer Erkrankung, Unfall oder Jobverlust. Wichtig ist die Unterscheidung: Ein reiner Rücktritt deckt die Zeit vor der Reise, ein Reiseabbruch die vorzeitige Rückkehr.

Wann sie sich wirklich lohnt
- Teure Reisen: Bei hohen Reisepreisen mit früher Buchung ist das Stornorisiko am größten.
- Familien und ältere Reisende: Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Absage höher.
- Lange Vorlaufzeit: Je früher gebucht, desto mehr kann dazwischenkommen.
- Weniger sinnvoll ist sie bei günstigen, kurzfristig gebuchten Reisen.

Darauf sollten Sie beim Abschluss achten
Prüfen Sie, ob eine Selbstbeteiligung anfällt und ob die Police auch bei bekannten Vorerkrankungen zahlt. Eine Jahrespolice lohnt sich für Vielreisende, eine Einzelversicherung für die eine große Reise. Schließen Sie sie am besten direkt bei der Buchung ab – viele Tarife verlangen das innerhalb weniger Tage.
Unser Tipp: Achten Sie auf den Zusatz „ohne Selbstbeteiligung“. Er kostet etwas mehr, spart im Ernstfall aber schnell einen dreistelligen Betrag.
Ob sich die Police lohnt, hängt von Reisepreis, Vorlaufzeit und persönlicher Situation ab. Wer teuer und früh bucht, ist mit einer guten Reiserücktrittsversicherung meist auf der sicheren Seite.